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Konfiguration: SSO, SMTP und 2FA

Ein Großteil der Konfiguration läuft über das Dashboard unter Einstellungen (admin-only). Betreiber-Secrets (App-SECRET_KEY, DB-Passwort) bleiben in der .env.

Ohne Lizenz nutzbar.

  • Lokaler Login (E-Mail/Passwort) ist die primäre Methode. Konten werden von Admins angelegt (kein Self-Signup). Passwörter: Argon2id.
  • OIDC / Single Sign-On ist eine optionale Zweitmethode für beliebige Provider (Authentik, Keycloak, Entra ID, Okta, …). Konfiguration im Dashboard: Issuer-URL, Client-ID, Client-Secret, Redirect-URI. Ohne aktive OIDC-Config läuft die App vollständig ohne IdP.
  • SAML SSO (Enterprise-Add-on) ist eine weitere optionale Zweitmethode. Konfiguration unter Einstellungen → SAML/SSO: IdP-Entity-ID, IdP-SSO-URL (HTTP-Redirect), IdP-Signatur-Zertifikat (X.509), SP-Entity-ID, SP-ACS-URL und optionales Attribut-Mapping (E-Mail/Anzeigename; leer = NameID als E-Mail). Die Assertion muss signiert sein; die App prüft Signatur, Gültigkeitszeitraum und Audience. SP-Metadaten unter /auth/saml/metadata.
  • Verfahren: Authenticator-App (TOTP), E-Mail-Einmalcode oder — mit Business-Lizenz — Passkey (WebAuthn) — pro Nutzer wählbar.
  • Passkeys (Business): Registrierung und Anmeldung über WebAuthn (Fingerabdruck, Gesicht oder Sicherheitsschlüssel). Mehrere Passkeys je Konto möglich; Verwaltung unter Mein Profil. Die RP-ID leitet sich aus APP_DOMAIN ab; die Origin ist über WEBAUTHN_ORIGIN überschreibbar (Default https://{APP_DOMAIN}). Backup-Codes dienen als Wiederherstellung bei Geräteverlust.
  • Backup-Codes bei der Einrichtung (einmalig nutzbar).
  • Erzwingbar durch Admins unter Einstellungen → Sicherheit: aus / nur für Admins / für alle. Betroffene Nutzer werden beim nächsten Login zur Einrichtung geführt.
  • Admins können 2FA eines Nutzers zurücksetzen (Geräteverlust).
  • Secrets liegen verschlüsselt (Fernet), Backup-Codes nur als Hash.
  • Globales Fallback-SMTP unter Einstellungen → SMTP (greift, wenn eine Kampagne kein eigenes Sending Profile nutzt).
  • Sending Profiles bündeln SMTP-Zugangsdaten und Absender-Identität je Kampagne.
  • Provider-agnostisch (IONOS, Hetzner, Mailgun, SES, Postmark, eigener Mailserver …). Passwörter verschlüsselt at-rest; die API gibt sie nie zurück (nur ein has_*-Flag).
  • Dass das SMTP funktioniert, heißt noch nicht, dass die Mail beim Empfänger ankommt — dazwischen steht dessen Mail-Gateway. Siehe Zustellung: Allowlisting, Selbsttest und Diagnose.

Für die Länder-Auswertung im Dashboard hinterlegt der Betreiber in der .env den Pfad zu einer lokalen Country-Datenbank im MMDB-Format (GEOIP_DB_PATH), z. B. MaxMind GeoLite2-Country oder DB-IP Country Lite. Der Lookup läuft vollständig lokal — es wird nie ein externer Dienst aufgerufen. Ohne konfigurierte Datei bleibt die Länder-Statistik einfach leer; private/interne IP-Adressen werden nie aufgelöst.

.env
GEOIP_DB_PATH=/pfad/zu/GeoLite2-Country.mmdb

Unter Einstellungen → Aktivität → Audit Events: Anmelde-Ereignisse (Erfolg/Fehlschlag/blockiert) und System­änderungen (Benutzer, Einstellungen, 2FA) — mit Zeitstempel und IP.

Siehe auch: Funktionen

Erst mit gültiger Business-Lizenz sichtbar und nutzbar.

Empfänger-Import aus einem Verzeichnisdienst (Active Directory / OpenLDAP) unter Einstellungen → LDAP: Host/Port, LDAPS/StartTLS, Bind-DN + Passwort, Base-DN, User-Filter, Attribut-Mapping. Import anschließend unter Gruppen → LDAP-Import.

Für LDAPS/StartTLS kann optional ein CA-/Server-Zertifikat (PEM) hinterlegt werden. Ist es gesetzt, wird das Serverzertifikat verifiziert (empfohlen bei internen oder selbstsignierten CAs); ohne Zertifikat erfolgt keine Prüfung.

Für Häuser, die Microsoft 365 nutzen, aber kein SCIM einrichten wollen.

  1. Im Microsoft Entra Admin Center eine App-Registrierung anlegen.
  2. Unter API-Berechtigungen Anwendungsberechtigungen hinzufügen: User.Read.All und GroupMember.Read.All, anschließend Administratorzustimmung erteilen. Ohne die Zustimmung liefert Graph leere Ergebnisse statt einer Fehlermeldung — der häufigste Stolperstein.
  3. Unter Zertifikate & Geheimnisse ein Client-Secret erzeugen.
  4. In SentryMail unter Einstellungen → Azure AD / Entra ID Verzeichnis-ID (Tenant), Anwendungs-ID (Client) und Secret eintragen.
  5. Import je Gruppe unter Gruppen → Entra-Import.

Das Secret liegt verschlüsselt in der Datenbank und wird über die API nie zurückgegeben.

Statt Empfänger zu importieren, lässt sich das Verzeichnis den Bestand pflegen lassen. Der Identity Provider legt Benutzer und Gruppen an, aktualisiert sie und entfernt sie wieder.

  1. Unter Einstellungen → SCIM den Zugang aktivieren und ein Token erzeugen — es wird nur einmal angezeigt.
  2. Im Identity Provider eine SCIM-Anwendung anlegen mit:
    • Basis-URL: https://{APP_DOMAIN}/scim/v2
    • Authentifizierung: OAuth Bearer Token (das erzeugte Token)
  3. Attribut-Mapping prüfen — benötigt werden userName (E-Mail), name.givenName, name.familyName.

Getestet mit Entra ID, Okta und Keycloak; die Schnittstelle folgt RFC 7644, andere Provider funktionieren entsprechend.

Ob die Anbindung steht, zeigt das Feld Letzter Zugriff auf derselben Seite. Beim Einrichten ist das die einzige verlässliche Rückmeldung.

Für die KI-gestützte Erstellung von Vorlagen und Landing Pages. Kein Anbieter ist fest hinterlegt — angesprochen wird eine konfigurierbare, OpenAI-kompatible Chat-Completions-Schnittstelle.

Unter Einstellungen → KI-Anbindung:

Feld Beispiel
Basis-URL https://api.openai.com/v1
Modell gpt-4o-mini
API-Schlüssel verschlüsselt gespeichert

Dieselben drei Felder genügen für Azure OpenAI, Mistral, Groq, OpenRouter — und für lokale Modelle: Ollama (http://ollama:11434/v1), vLLM oder LM Studio. Damit lässt sich die Funktion vollständig ohne externen Dienst betreiben.

Bei jedem Tracking-Ereignis geht ein JSON-POST an die eingetragenen Adressen. Anlegen unter Einstellungen → Webhooks; mehrere Ziele sind möglich, jedes einzeln abschaltbar.

Nutzlast
{
"event": "clicked",
"recipient_email": "[email protected]",
"campaign_id": "",
"campaign_name": "Rechnung Q3",
"occurred_at": "2026-07-26T09:14:22+00:00",
"ip": "203.0.113.10",
"user_agent": "Mozilla/5.0 …"
}

event ist sent, opened, clicked oder submitted. Zugestellt wird asynchron — ein langsamer oder ausgefallener Empfänger bremst das Tracking nicht und lässt kein Ereignis verlorengehen.

Unter Einstellungen → PDF-Reports kann ein Logo hochgeladen werden (PNG/JPG/SVG, kein GIF, max. 512 KB), das oben in die exportierten PDF-Reports eingebettet wird. Die Funktion gehört zum Business-Add-on: Ohne gültige Business-Lizenz ist die Seite gesperrt. Das Logo wird in der Datenbank hinterlegt und lässt sich jederzeit ersetzen oder entfernen.

Auf derselben Seite können außerdem Firmendaten gepflegt werden: Firmenname, Straße, Postleitzahl, Stadt, Verantwortlicher, Abteilung, Telefonnummer. Alle Felder sind optional. Ausgefüllte Felder erscheinen als Kopfblock unter dem Logo in allen PDF-Exporten — Management-, Executive- und Compliance-Reports, Schulungsnachweisen, Zertifikaten und Kampagnen-Ergebnissen sowie den individuellen Berichten und Zertifikaten der Enterprise-Version. Werden die Felder geleert, verschwindet der Block wieder aus den Reports.

Belegt, dass ein Nachweis seit seiner Erstellung nicht verändert wurde. Unter Einstellungen → PDF-Signatur:

  1. Namen eintragen, der im Zertifikat erscheinen soll (üblicherweise die Firma), und Zertifikat erzeugen.
  2. Optional Grund und Ort eintragen — sie erscheinen im Signaturfeld.
  3. Nachweise signieren einschalten. Ohne Zertifikat lässt sich die Einstellung nicht aktivieren.

Ab dann werden alle erzeugten PDFs signiert: Berichte, Nachweise, Zertifikate, auch die des Enterprise-Add-ons.

Zwei Fälle führen bewusst zu keiner Signatur statt zu einer schlechten: ein abgelaufenes Zertifikat und ein Fehler beim Signieren. Der Nachweis wird dann unsigniert ausgeliefert — besser als ein Abbruch mitten im Download.

Beschäftigte melden verdächtige Mails direkt aus dem Mailprogramm. Unter Einstellungen → Mail-Report-Button:

  1. Meldeweg aktivieren und ein Melde-Token erzeugen — es wird nur einmal angezeigt.
  2. Erlaubte Absenderdomains eintragen. Leer heißt: jede Adresse wird angenommen.
  3. Für Outlook das fertige Manifest herunterladen und über das Microsoft 365 Admin Center bzw. die Exchange-Verwaltung verteilen. Für Thunderbird die MailExtension ausrollen und dort Adresse und Token eintragen.

Ob die Kette steht, zeigt das Feld Letzte Meldung. Ausrollwege und Grenzen der Clients stehen unter Meldung & Analyse.

Enthält alle Business-Funktionen.

Der Ablageort der Schulungsvideos ist ein Betreiber-Wert in der .env: LMS_STORAGE_BACKEND (filesystem oder s3), LMS_MEDIA_DIR (bei Dateisystem) bzw. die LMS_S3_*-Schlüssel (bei S3-kompatiblem Speicher wie selbstgehostetem MinIO). Einrichtung, Kurse, Zuweisung und Zertifikate sind in der eigenen Anleitung beschrieben: Schulungsmodul (LMS).

Leitet jedes Tracking-Ereignis an ein SIEM weiter. Unter Einstellungen → SIEM-Export Format, Endpunkt und Token eintragen:

Format Endpunkt Token
Splunk HEC https://splunk.firma.example:8088/services/collector HEC-Token; optional ein Index
Elasticsearch https://elastic.firma.example/index/_doc API-Key
Microsoft Sentinel URL der Data-Collection-Rule Bearer-Token
Generisches JSON beliebig optionales Bearer-Token

Die Schaltfläche Verbindung prüfen schickt ein echtes Testereignis — erst dessen Ankunft belegt, dass Token und Endpunkt stimmen.

Zusätzlich schreibt das Schulungsmodul strukturierte lms.*-Ereignisse; lms.progress.anomaly und lms.stream.denied sind bewusst als Warning eingestuft, weil gehäufte Vorkommen je Person auf einen Manipulationsversuch hindeuten.

Unter Einstellungen → White-Label: App-Name, Akzentfarbe und Logo (hell und dunkel). Die Änderungen gelten app-weit einschließlich der Anmeldeseite.

Der Absendername einer Kampagne ist davon unabhängig — er ist der Name der Kampagne, nie der Produkt- oder Profilname. Eine Simulation, die „SentryMail” als Absender trägt, misst nichts.

ClamAV als Compose-Profil, YARA mit eigenen Regeln und der Abgleich gegen eine eigene MISP-Instanz sind samt Fehlerverhalten in Meldung & Analyse beschrieben.

SMS über ein eigenes Gateway, Matrix, Nextcloud Talk und die USB-Simulation: siehe Weitere Kanäle.

Siehe auch: Funktionen · Schulungsmodul (LMS)

SentryMail ist eine eingetragene Marke der SecureBits Cyber Security UG